Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Portal der AFV-Berlin e.V. Berichte und Bilder Berichte Bundesjugendvergleichsfliegen_2006
Anmelden


Passwort vergessen?
 
Artikelaktionen

Bundesjugendvergleichsfliegen_2006

Bundesjugendvergleichsfliegen 2006 (BJVF 06) - Download PDF-Datei (nur für Vereinsmitglieder)

Auf dem Landesjugendvergleichsfliegen 2006 in Reinsdorf hatte sich Eva Schreck mit ihrem 1. Platz für das Bundesjugendvergleichsfliegen 2006 in Laucha qualifiziert. Ebenfalls qualifiziert hatten sich Jannes Siems (Platz 2) vom FTV Spandau und Richard Rohleder (Platz 3) vom FCC.

Das BJVF 06 fand vom 22.-24.9.2006 turnusgemäß in Laucha statt und wurde vom Haus der Luftsportjugend unter der bewährten Leitung von Stefan Olessak organisiert. Um es vorweg zu sagen, es war eine außerordentlich gut gelungene Veranstaltung, die dank der großen Helferschar reibungslos ablief.

Laucha selbst liegt im Tal der Unstrut in einem Weinanbaugebiet, das man so nicht in der Gegend südwestlich von Leipzig vermutet hätte. Der Flugplatz ist auf einem Hochplateau über der Unstrut gelegen mit einer steil abfallenden Hangkante an der Westseite des Platzes. Bei dem herrschenden strammen Ostwind mussten die insgesamt 45 Teilnehmer über das Tal in Richtung Hangkante anfliegen, was wohl nicht so ganz einfach war.

Vom westlichen Platzrand hatte man einen

wunderbar weiten Blick über das Unstrut-Tal

Evas Mann-/Frauschaft bestand diesmal aus Manuela, Marlies, Valeska, Blücher, Kugel und Achim. Blücher, Kugel und Eva kamen mit der LS4 der AFV schon am Freitag Vormittag an, damit Eva noch fünf Einweisungsstarts absolvieren konnte. Manuela, Marlies, Valeska und Achim fielen dann am Abend ein.

Das Quartier für einen Teil der Crew wurde auf dem Campingplatz vorbereitet, der andere Teil nächtigte in einem Mehrbettzimmer im Clubhaus.

Nach der Anmeldung und Erledigung der wenigen Formalitäten ging es zum Abendessen. Das angerichtete Buffet ließ keine Wünsche offen und man konnte sich richtig sattessen. Getränke gab es aus einem Automaten, der auch Bierflaschen von sich gab, wenn man auf die „richtige“ Fanta-Taste drückte.

Gerüchteweise war bekannt, dass es auch einen Billiardtisch geben sollte, Manuela und Valeska hatten extra deswegen ihre Queues mitgebracht. Da er aber nicht auf Anhieb zu finden war, fragten wir eine der fleissigen Küchenfeen danach. Die Antwort kam in breitestem Sächsisch: Billiarddisch gönnte sain – wo der stäht wees-sch-nisch, werd ober frogn. Kann man so nur unvollkommen wiedergeben, so was muss man selbst hören. Blücher gluckste entsprechend, konnte sich aber beherrschen. So gab es halt Smalltalk, die Jury wurde bestellt und es ging früh zu Bett.

Vorbereitendes Ausgleichstraining in KM

Der nächste Tag zeigte sich mit tiefblauem Himmel von seiner besten Seite. Das reichhaltige Frühstück legte die Grundlage für einen langen Flieger- und Helfertag. Auch hier fehlte es an nichts.

Anschließend ging es dann auf den Platz zum Aufrüsten der Flugzeuge. Sogar die Toilettenhäuschen wünschten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Toi-Toi-Toi. Eine nette Geste.

Stefan Olessak, seit nunmehr 10 Jahren Leiter des Hauses der Luftsportjugend erläutert an der Tafel die Aufgaben des ersten Wertungsfluges

Die Jury bestand aus zehn Mitgliedern verschiedener Landesverbände. Lothar „Lutze“ Klein (rotes Hemd, helle Hose) vertrat den LV Berlin. Die Aufgabe der Jury war nicht leicht. Sie musste 45 Flüge in drei Durchgängen, also insgesamt 135 Flüge begutachten.

Folgende Aufgaben waren gemäß der Ausschreibung zu lösen

1. Durchgang: Start, im Gegenanflug Rechts- und Linkskreis, saubere Landeeinteilung im Endteil Rechtsslip und Ziellandung
2. Durchgang: Start, im Gegenanflug Rollübungen, saubere Landeeinteilung, im Endteil Linksslip und Ziellandung
3. Durchgang: Start, im Gegenanflug je eine hochgezogene Fahrtkurve nach rechts und links, saubere Landeeinteilung, Slip, Ziellandung

Das mag sich einfach anhören, aber unter quasi Wettbewerbsbedingungen, an einem ungewohnten Platz, wo die Schleppstrecke und das Landefeld eine unterschiedliche Ausrichtung hatten, bei relativ starkem Seitenwind und der eingangs erwähnten Hangkante war es schon nicht so einfach das Flugprogramm schulmäßig zu absolvieren.

Es stand eine Doppeltrommelwinde zur Verfügung und dank der straffen Organisation konnte das Pensum von über 140 Starts stressfrei geschafft werden. Die lange Mittagspause ließ gegen Abend aber auch keine Spielräume mehr zu. Gerade der letzte Durchgang litt unter heftig auffrischendem Wind, der zu einer ungewollten, aber glimpflich verlaufenden „Aussenlandung“ einer Teilnehmerin führte. Allerdings gab es dabei aber auch noch die berühmte Verkettung von unglücklichen Umständen, was dann am Abend zu etlichen ernsthaften Gesprächen führte.

Hier einige Eindrücke vom Flugbetrieb und dem Eva-Team.

Es gab Arbeitsphasen und ………………………Pausen

Am Start ging es zu wie bei einem „richtigen“ Wettbewerb

Schüler vom Gymnasium Laucha, wo Segelflug ein Schulfach ist, waren überall, wenn Hilfe gebraucht wurde, zur Stelle, ob beim Flugzeugschieben, Rückholen oder Catering. Auch sie haben zum guten Gelingen der Veranstaltung beigetragen.

Zwischen den einzelnen Durchgängen gab es lange Pausen, die man sehr unterschiedlich nutzen konnte. Zum Beispiel zum:

geselligen Plausch mit anderen Teilnehmern

Lustig sein

kritischen Blick auf die Konkurrenz

Abschalten

Vor den Flügen erhielt Eva noch einmal ein intensives Briefing, wo Kugel u.a. aus den Beobachtungen und Fehlern der anderen Teilnehmer Hinweise für eigene Verbesserungen ableitete. Kugels taktische Ratschläge hat Eva zum größten Teil umsetzen können. Es ging letztlich um Feinheiten, die der Jury auch das Beurteilen nicht einfach gemacht haben.

Kritischer Blick auf andere Teilnehmer

Letzte Instruktionen

Konzentration

Debriefing

Am Ende eines langen Fliegertages machte Kugel einen ziemlich zufriedenen Eindruck

Eine zünftige Grillparty rundete den Tag ab. Eine Life-Band bemühte sich mit Erfolg folgendes Wilhelm Busch Zitat zu bestätigen: Musik wird oft als störend empfunden, weil sie mit Geräusch verbunden. Geräusch war gar kein Ausdruck. Aber dennoch ging es wie bei allen Feten dieser Art bis in den frühen Morgen.

Am Sonntag stand dann nach ausgiebigem Frühstück die Siegerehrung auf dem Programm. Begonnen wurde mit dem letzten Platz und je weiter sich die Ehrungen an den 10. Platz heranrückten umso spannender wurde es für Eva und ihre Mannschaft. Denn unter die ersten zehn zu kommen wäre für Eva schon ein sehr schöner Erfolg und eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (Platz 22). Die Spannung stieg aber weiter, bis sie sich dann endlich bei der Nennung des vierten Platzes löste.

Die Weinkönigin (links) und der komm.Bundesjugendleiter Rolf Andres gratulieren

Stefan Olessak überreicht Eva die Urkunde zum ausgezeichneten 4. Platz

Eva nahm die Huldigung der Weinkönigin und die Gratulation zum ausgezeichneten 4. Platz hin. Dennoch konnte sie sich nicht die lauthörbare Bemerkung „Arschkarte gezogen“ nicht verkneifen. Sicher ist es z.B. bei Olympischen Spielen, wo es um Medaillen geht, tatsächlich so, dass der 4. Platz als der undankbare Platz angesehen wird. Aber hier halte ich den vierten Platz bei 45 Teilnehmern schon für ein ausgezeichnetes Ergebnis. Zumal er eine Steigerungsmöglichkeit für das nächste Mal offen hält und er hat das Ergebnis den Berliner Landesjugendvergleichsfliegens 2006 in Reinsdorf bestätigt. Auch hier lag Eva deutlich vor ihren Berliner Kollegen Jannes Siems und Richard Rohleder.

Zu bemerken ist noch, dass die Berliner Truppe in der Mannschaftswertung den vierten Platz (von 15 – das Saarland war nicht dabei) belegt hat.

Links: Jannes Siems (17. Platz, 118 Pkte) Mitte: Eva Schreck (4. Platz, 80 Pkte) Rechts: Richard Rohleder (42. Platz, 166 Pkte)

Mit den Berliner Teilnehmern freuten sich auch ihre Helfer

Zum Ausklang ging zu einem kurzen Abstecher in die Nachbarstadt Freyburg, der Heimat des „Rotkäppchen-Sekts“, wo es nach einem schönen Eisbecher in Schmidt`s Eisdiele als Grundlage zu einer kleinen Sektprobe in die Rotkäppchen-Sektkellerei ging. Blücher trank als Fahrer natürlich Apfelschorle.

Vor Schmidt’s Eisdiele in Freyburg

Im Hof der Sektkellerei Rotkäppchen

Insgesamt war das Bundesjugendvergleichsfliegen 2006 wie im Vorjahr in Hamburg eine sehr schöne Veranstaltung, an die man sich gerne erinnert und von der einige Anregungen mitgenommen wurden, die beim Landesjugendvergleichsfliegen 2007 in Kammermark hilfreich sein werden.

Achim Leutz, Oktober 2006

« Februar 2012 »
So Mo Di Mi Do Fr Sa
1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29